5 Tipps, um die Abwehrkräfte von Kindern zu stärken
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5 Tipps, um die Abwehrkräfte von Kindern zu stärken

Endlich ist sie vorbei – die lange Erkältungszeit! Gefühlt 50mal waren wir krank: Halsweh, Schnupfen, Husten, Halsweh, Schnupfen, Husten, Halsweh, Schnupfen, Husten – und bitte nochmal von vorne! In diesem Winter war es besonders schlimm: Die Grippe hat auch noch vorbei geschaut!
Daher finde ich, es ist Zeit schon an den nächsten Winter zu denken – fiese Vorstellung, ich weiß – und jetzt die Abwehrkräfte der Kinder zu stärken.
Nach dem Schnupfen ist vor dem Schnupfen.

Das Problem: In Kita und Schule verteilen sich die Erreger durch engen Körperkontakt großzügig untereinander. Und Zuhause fühlen sie sich dann besonders pudelwohl, denn Erwachsene zwingen sie noch gnadenloser in die Knie. Jippieh! So ein paar Erkältungen im Winter sind zwar normal, denn das Immunsystem von Kindern muss halt erst einmal trainiert werden. Doch manchmal wollen Fieber und Gliederschmerzen gar nicht mehr gehen – dann brauchen die Abwehrkräfte einen ordentlichen Schubs von außen.

Apotheker Stefan Hülsmann von der Juvalis Versandapotheke verrät die 5 besten Tricks, wie man das Immunsystem bei Kindern am besten stärkt:

Frische Luft

Ob Sonnenschein, Regen oder Schnee – Bewegung an der frischen Luft ist eine Wohltat für die Schleimhäute und unterstützt sie in ihrer abwehrenden Funktion. Trockene Raumluft kann sie hingegen austrocknen. Sie werden rissig und anfällig für eindringende Krankheitserreger. Daher solltet Ihr die Kinderzimmer ebenfalls immer gut lüften. Außerdem hat die Luft von draußen eine geringere Keimdichte.

Spazierengehen und Spielen im Freien stärkt die Abwehrkräfte also. So gönnt man ihnen eine Pause und Gelegenheit, um sich zu erholen.
Wettergemäße Kleidung ist ganz wichtig – denn Kälte macht zwar noch keine Erkältung, bedeutet aber Stress für den Körper und erhöht den Energieverbrauch, was sich schwächend auf das Immunsystem auswirken kann. Für die „Abhärtung“ reicht es aus, bei jedem Wetter Zeit im Freien zu verbringen. Bis auf die Haut nass werden oder frieren solltet dabei aber weder Ihr noch Euer Nachwuchs.
In Pfützen springen stärkt die Abwehrkräfte

Schlaf

Ein leidiges Thema, ich weiß. Einschlafen, Durchschlafen, Mittagsschlaf halten – die Überzeugungsversuche arten oft genug in Nervenkriege aus. Ausreichend Schlaf ist jedoch entscheidend für die Abwehrkräfte von Groß und
Klein. Hilfreich ist hierbei wiederum Bewegung an der frischen Luft, denn diese macht angenehm müde.
Abends sollte es zudem bereits mehrere Stunden vor dem Zubettgehen kein aufregendes Programm geben. Vor allem Kleinkinder sind davon schnell überfordert und finden dann nur schwer in den Schlaf. Ein entspanntes Ritual vor dem

Zubettgehen (z.B. Vorlesen, gemeinsam singen oder ein ruhiges Hörspiel) und täglich nur wenige neue Reize sind die bessere Wahl.

Ernährung

Noch ein anstrengendes Thema, das Eltern regelmäßig zur Verzweiflung treibt… Obst und Gemüse oder auch nur ein annähernd ausgewogener Speiseplan stehen bei den Kleinen ja meist nicht hoch im Kurs. Gerade ausreichend Vitamine sind für Kinder, ihre Entwicklung und ihr Immunsystem aber unverzichtbar. Die folgenden Tipps können Euch dabei helfen, Euren Kindern eine gesunde Ernährung schmackhaft zu machen:
● Vorleben:
Die beste Basis für eine ausreichende Versorgung ist es, einen abwechslungsreichen und ausgewogenen Speiseplan vorzuleben und zu jeder Mahlzeit frisches Obst und Gemüse anzubieten – und natürlich auch selbst zu essen. Das kann ein bunter Obstteller zum Frühstück sein, auf dem die Stücke schon in mundgerechte Stücke geschnitten sind oder eine Box voller Gemüsesticks mit Kräuterquark zum Dippen beim Abendessen. Je leichter Obst und Gemüse mit einem Happs im Mund verschwinden kann, desto besser.
● Kinder einbinden:
Die selbstgezogene Kresse auf dem Fensterbrett, der eigens geschnippelte Salat oder eine Gemüsesauce zu den Nudeln – wenn Kinder in der Küche helfen und sogar selbstständig Speisen zubereiten dürfen, erweitert sich ihr Speiseplan in der Regel ganz automatisch. Allein der Stolz, etwas „gekocht“ zu haben, kann gesunde Lebensmittel positiv belegen. Ganz nebenbei lernen sie so auch noch mit dem Messer umzugehen oder das Nudelwasser zu salzen.
● Mit Spaß dekorieren:
Das lustige Beeren-Gesicht auf dem Joghurt, bunte Spieße oder ein Schmetterling aus Paprika – auch bei Kindern essen die Augen schon mit. Treibt es also bunt auf den Tellern. Das verleitet sogar dazu, sonst so langweiliges Gemüse zu essen.
● Keinen Zwang aufbauen:
Sobald etwas gegessen werden MUSS, werden Kinder spätestens ab drei Jahren mit Widerwillen darauf reagieren. Es sollte daher bei den Mahlzeiten keinen Zwang geben – auch wenn das nicht immer einfach ist. Aber es gibt immer noch weitere Möglichkeiten, Vitamine für Kinder auf den Speiseplan zu bringen.Himbeeren enthalten viel Vitamin C

Vitamine für Kinder als Nahrungsergänzung?

Gemüse ist ekelhaft, Obst wird auch nur widerwillig in winzigen Mengen verzehrt und eigentlich stehen gerade nur Schokoladenbrote auf dem Speiseplan? Das ist nicht ungewöhnlich, aber eben auch nicht sonderlich förderlich für ein starkes Immunsystem. In diesen Phasen können Nahrungsergänzungsmittel für Kinder dabei helfen, den Bedarf zu decken.
● Vitamin D für Kinder:
Die Ernährung spielt bei Vitamin D eine untergeordnete Rolle, denn der Vitalstoff wird durch Sonnenstrahlung im Körper gebildet. Die Prophylaxe gehört daher bei Säuglingen und Kleinkindern dazu, sollte aber auch bei älteren Kindern zumindest im Winter noch fortgeführt werden. Der Kinderarzt verschreibt daher Vitamin D-Tabletten (am besten auf einem Teelöffel in etwas Wasser auflösen und dem Kind zum Schlucken geben) oder als -Öl (hier ist die Dosierung aber meist leider ungenau).
● Omega 3 für Kinder:
Die ungesättigten Fettsäuren sind unter anderem wichtig für das Gehirn. Sie stecken in Fettfisch und Leinöl – nicht gerade die Lieblingsspeisen von Kindern. Wenn daher ein Mangel an Omega 3-Fettsäuren entsteht, können Nahrungsergänzungsmittel die Entwicklung und ein starkes Immunsystem unterstützen.
● Vitamin C für Kinder:
Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem, das weiß doch jedes Kind. Wenn der Nachwuchs aber gerade weder Gemüse, Obst noch Fleisch isst und auch keinen Saft trinken möchte, kann die nötige Versorgung gefährdet sein. Vitamine für Kinder in Form von Brausetabletten oder als Pulver können dann eine gute Wahl sein.
● Probiotika für Kinder:
Der Darm ist wichtig für das Immunsystem, denn er ist nicht nur für die Aufnahme von Vitalstoffen aus der Nahrung verantwortlich, sondern auch für die Abwehrkräfte. Probiotika für Kinder können die Darmflora pflegen und gesund erhalten und somit das Immunsystem stärken. Sie stecken in Joghurt, Käse, Sauerkraut, Kefir oder sauren Gurken.
● Multi-Vitamin Produkte für Kinder:
Fällt die Ernährung phasenweise sehr einseitig aus, können Multi-Vitamine für Kinder die beste Wahl sein. Sie sollten aber – wie andere Nahrungsergänzungsmittel auch – nicht als Dauerlösung, sondern als vorübergehender Zusatz betrachtet werden. Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder: Ein Mangel kann die Gesundheit gefährden, zu viele Vitamine für Kinder sind aber ebenfalls nicht gut. Lasst Euch daher in jedem Fall individuell von einem Arzt beraten, um die richtigen und passend dosierte Präparate für Euren Nachwuchs zu finden.

Bei Wind und Wetter draußen - mit starken Abwehrkräften durch´s Jahr

Krank sein lassen

Krankheiten trainieren das Immunsystem und heilen bei Kindern oft sehr schnell aus. Es sollte daher nicht bei jedem Infekt direkt zu Antibiotika oder Medikamenten gegriffen werden, nicht zuletzt, weil diese den Körper belasten können. Greift lieber zu natürlichen und lindernden Mitteln, die die Abwehrkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen. Dazu gehören:
● Tee
● Inhalationen
● Befeuchtende Nasensprays
● Salben mit ätherischen Ölen
● Nasenspülungen (bei älteren Kindern)

 

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