Das Super-Vitamin kann noch mehr: Vitamin D hilft auch gegen Husten
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Das Super-Vitamin kann noch mehr: Vitamin D hilft auch gegen Husten

Es soll die Stimmung, das Immunsystem und den Knochenaufbau verbessern, selbst Krebs soll es verhindern können. Und nun soll es auch gegen Husten helfen.

Die tägliche oder wöchentliche Gabe von Vitamin D kann akute Atemwegsinfektionen wie Bronchitis verhindern, das berichten Forscher der Queen Mary University in London. Wer also häufig Vitamin D nimmt, erkrankt nicht so schnell und nicht so stark an Husten.

Wie wirkt das Supervitamin?
Vitamin D verstärke die Bildung antimikrobiell wirkender Peptide im Körper, so die Londoner Forscher. So fordert es das Immunsystem zu Höchstleistungen heraus. Vitamin D mobilisiert die Killer-Zellen der Körperabwehr, damit sie eindringende Viren und Bakterien bekämpfen können.

Wo bekommt man genug Vitamin D?
Erstmal vorweg – eigentlich ist Vitamin D gar kein Vitamin, sondern ein Hormon. Denn der menschliche Organismus kann es selbst aus Cholesterin herstellen. Es wird in jeder Körperzelle gebildet. Dafür braucht er jedoch eine Sonneneinstrahlung, die im Winter fehlt. Aus diesem Grund ist der Vitamin-D-Spiegel von etwa 60 Prozent aller Kinder und Erwachsenen im Jahresdurchschnitt zu niedrig. Im Januar fällt der Spiegel bei vielen unter 25 Nanomol pro Liter. Im Idealfall sollte der Spiegel bei mindestens 50 Nanomol liegen.

Daher konnten die Forscher der Londoner Husten-Studie auch einen besonders deutlichen Effekt feststellen, wenn Menschen die Tabletten nahmen, deren Vitamin-D-Konzentration im Körper weniger als 25 nmol/L betrug. Eine schützende Wirkung bemerkten die Wissenschaftler aber auch bei Vitamin D-Konzentrationen von mehr als 25 nmol/L. Insgesamt analysierten sie 25 Studien mit den Daten von 10933 Studienteilnehmern. Die Teilnehmer stammten aus 14 Ländern in vier Kontinenten und waren null bis 95 Jahre alt.

Wer schafft es jeden Tag 16 Eier zu essen?
Vitamin D kann man nicht nur durch die Sonne, sondern auch über die Nahrung aufnehmen. Fetter Fisch wie Hering, Eigelb, Brie-Käse, Milch oder Avocado enthalten das Super-Vitamin. Um die erforderliche Tagesdosis zu erreichen, müsste man jeden Tag 400g Makrele oder 16 Eier essen. Ganz schön unrealistisch…

Daher raten mittlerweile selbst frühere Kritiker dazu, die Ernährung im Winter durch Vitamin D3-Tabletten zu ergänzen. Babys und Kindern mischt man die Tabletten bis zum vierten Lebensjahr in die Milch oder löst sie auf einem Löffel mit Wasser auf. Die genaue Dosis sollte man mit dem Hausarzt, Internisten oder Kinderarzt abklären.

Was kann Vitamin D noch?
Durch viele Studien gibt es inzwischen Hinweise darauf, dass ein ausreichender Vitamin D-Spiegel im Blut Erkältungen, Grippe und Knochenerkrankungen wie Osteoporose und Rachitis vorbeugen kann. Babys und Kindern hilft es beim gesunden Knochenwachstum. Zudem soll es das ungesunde Wachstum von Prostata-, Brust- und Darmzellen verhindern, das zum Krebs führen kann. Noch stärker vermindert ein gesunder Vitamin-D-Spiegel die Sterblichkeitsrate infolge eines Herzinfarktes – nämlich um bis zu 81 Prozent.

Also auf in die Sonne – 15 bis 30 Minuten sollten es schon sein. Am besten zwischen 10 und 14 Uhr im Bikini oder zumindest nackten Armen. Das kriegen wir doch bei diesem frühlingshaften Temperaturen hin, oder?

Quellen: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40818

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