Schluckauf, auf, auf
Gesund bleiben

Schluckauf, auf, auf

Wusstet Ihr, dass die lästigen Hickser vor allem bei Babys eine sinnvolle Funktion haben? Um sie trotzdem schnell wieder loszubekommen, habe ich eine tolle Methode eines Neurologen entdeckt. Lest selbst!

Hicks, hicks, hicks. Schon im Mutterleib haben fast alle Embryos Schluckauf. Die Bauchdecke der Mutter hüpft dann in regelmäßigen Abständen auf und ab. Das nervt vor allem die Mutter, das Beben im Bauch soll möglichst schnell aufhören. Aber natürlich kann man das Kleine da drin nicht erschrecken oder es an sieben Glatzköpfe denken lassen.

Was also tun? Denn Kinder scheinen ständig Schluckauf zu haben. In der Tat hicksen sie 3000-mal häufiger als Erwachsene.

Warum bekommt man Schluckauf? Meist sind zu kalte oder kohlensäurehaltige Getränke, scharfes Essen oder Alkohol die Ursache dafür. Auch wenn man beim Sprechen Luft schluckt und viel Stress hat, kann man einen Schluckauf bekommen. Denn all das reizt einen Nerv namens Nervus phrenicus, der dann den Reflex auslöst. Das Zwerchfell zieht sich krampfartig zusammen, die Stimmritze des Kehlkopfes verschließt sich plötzlich, und die eingeatmete Luft prallt darauf – das hört man als lauten Hicks.

Warum ist er bei Babys sinnvoll? Schluckauf ist furchtbar nervig und bei Erwachsenen auch dummerweise vollkommen überflüssig. Bei Babys jedoch nicht. Bei ihnen ist der Reflex ziemlich schlau, denn wenn das Embryo im Bauch Atemübungen macht, verhindert die geschlossene Stimmritze, dass Fruchtwasser in die Luftröhre fließt. Auch nach der Geburt ist der Reflex noch wichtig: Was die Muskeln beim Schluckauf machen, ähnelt der Art wie Säuglinge trinken. Wenn sich die Stimmritze schließt, kann keine Milch in die Lunge fließen. Daher können Babys auch noch so gut im Liegen trinken. 

Schluckauf trainiert also die Fähigkeit zu trinken. Haben Kinder das Trinken drauf, nerven die Hickser nur noch. Den längsten Schluckauf hatte übrigens ein Mann aus dem US-Bundesstaat Iowa: Er hickste zum ersten Mal 1922 und zum letzten Mal bei seinem Tod im Jahre 1991. Bei ihm war jedoch ein Tumor die Ursache für den niemals enden wollenden Schluckauf.

Wie wird man den Schluckauf wieder los? Alle haben ja eigene Methoden, wie sie die blöden Hickser wieder weg kriegen: Erschrecken, an Glatzköpfe denken, tief einatmen. Ich habe nun von einem forschenden Neurologen einen Tipp bekommen, der bei mir hundertprozentig und in Sekundenschnelle funktioniert (natürlich muss das nicht bei jedem so sein).

Der Schluckauf-Killer geht so: Ganz langsam mit einem Finger von der Mitte des Kopfes (also oben auf den Haaren) über die Stirn, über die Nase, über den Mund, über das Kinn bis zum Hals streichen. Dabei fest auf den Finger konzentrieren. Fertig, Schluckauf weg.

Und? Funktionierts bei Euch?
Natürlich kann man den Trick nur bei älteren Kindern anwenden, denn sie müssen es ja selbst machen und sich genau auf das Streichen das Fingers konzentrieren.

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