Ringel, Ringel, Röteln
Krank sein

Ringel, Ringel, Röteln

Wenn Ringelröteln in Kindergärten auftreten, wird es für Schwangere gefährlich. Vor allem weil die Ansteckungsgefahr schon vorbei ist, wenn man die Ringel sehen kann…

Im Gesicht wie ein Schmetterling, auf dem Körper wie eine Girlande – was sich so unterhaltsam anhört, kann als Ausschlag auf eine schlimme Erkrankung hindeuten: Ringelröteln (Erythema infectiosum).

Die Virusinfektion wird wegen ihres Namens häufig mit Röteln verwechselt – doch damit hat der Erreger, der Parvovirus B 19 – der kleinste Erreger, der dem Menschen gefährlich werden kann -, überhaupt nichts zu tun. Ringelröteln gehören jedoch neben Scharlach, Masern, Windpocken und eben Röteln zu den fünf Kinderkrankheiten, die Ausschlag verursachen können.

Meistens keine Symptome und trotzdem ansteckend

Übertragen wird der Erreger durch Tröpfchen – also Husten, Niesen, Küssen – oder durch Händeschütteln. Vor allem Kindergarten- und Schulkinder stecken sich im Spätwinter und Frühsommer an. Doch auch Erwachsene, die die Krankheit noch nicht hatten. Das sind etwa ein Drittel der Deutschen. Wer die Krankheit jedoch einmal überstanden hat, ist lebenslang geschützt.

Fatal: Am ansteckendsten ist man, bevor sich Symptome zeigen. Wenn der Ausschlag dann zu sehen ist, überträgt man die Krankheit meist nicht mehr. Denn erst nach ein bis zwei Wochen bekommt man manchmal den schmetterlingsförmigen Ausschlag auf den Wangen oder ringelförmige große rote Flecken auf Schultern, Oberarmen, Oberschenkeln und Po (bei 15 bis 20 Prozent der Erkrankten), Grippesymptome oder Fieber. Mädchen und Frauen klagen besonders über Gelenkschmerzen. Meistens jedoch haben die Erkrankten gar keine Symptome.

Hohes Risiko für Schwangere

Sehr gefährlich sind Ringelröteln für ungeborene Kinder – vor allem zwischen der 8. und 20. Schwangerschaftswoche. In etwa 30 Prozent der Fälle geht die Krankheit auf die Plazenta über, in 5 bis 10 Prozent gibt es Komplikationen beim Baby: Blutarmut (Anämie) mit Wassereinlagerungen in der Haut oder im Brust- und Bauchbereich, manchmal sogar Herzmuskelschwäche oder der Tod des Embryos. Jedes Jahr kommt es leider zu 300- 500 Totgeburten durch Ringelröteln.

Daher sollten Schwangere unbedingt den Kontakt mit Infizierten meiden, vor allem wenn sie den Parvovirus B19 noch nicht hatten. Den Immunstatus kann man beim Arzt überprüfen lassen. Eine Impfung gegen die Ringelröteln gibt es nicht.

Wie sollten sich Kranke verhalten?

  • Behandeln muss man die Ringelröteln nicht, da sie meist keine Beschwerden verursachen. Bei Gliederschmerzen sollte man sich ins Bett legen.
  • Niemals in die Hand niesen oder husten, Einmaltaschentücher verwenden, häufig die Hände waschen.
  • Schwangere sollten Kindergärten oder Schulen, in denen Ringelröteln auftreten, unbedingt meiden.
  • Sollten sie bereits mit Erkrankten in Kontakt gekommen sein, sollten sie sofort zum Arzt gehen und ihren Immunstatus abklären lassen.

 

Quelle: http://dgk.de/gesundheit/impfen-infektionskrankheiten/krankheiten-von-a-bis-z/ringelroeteln-erythema-infectiosum.html

http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/ringelroeteln/

 

 

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