An diesen vier Anzeichen erkennt man einen drohenden Herzstillstand
Krank sein

An diesen vier Anzeichen erkennt man einen drohenden Herzstillstand

Der plötzliche Herzstillstand ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Auch bei Kindern und Jugendlichen kann das Herz aufhören zu schlagen. An diesen vier Warnsignalen erkennt man, dass ein Herzstillstand droht:

80.000 bis 100.000 Menschen sterben im Jahr an plötzlichem Herzstillstand. Dabei fällt die Herzfunktion aus, weil das Herz nicht mehr (Asystolie) oder zu schnell (Kammerflattern, Kammerflimmern) schlägt. Es kommt innerhalb weniger Sekunden zu einem Kreislaufstillstand: Das Herz pumpt kein Blut mehr in das Gehirn und den restlichen Körper. Der Betroffene wird sofort bewusstlos und atmet nicht mehr normal oder gar nicht mehr.

Meist sind es ältere Menschen, aber auch 1 bis 5 pro 100.000 Kinder und junge Erwachsene sterben daran.

Wenn man die Anzeichen eines drohenden Herzstillstands erkennt, kann man Leben retten. 31 Prozent der Patienten konnten reanimiert werden, weil sie oder ihre Angehörigen frühzeitig den Notruf wählten (und nur 6 Prozent derjenigen, die die Warnsignale nicht bemerkten). Das fand eine aktuelle Studie heraus, die Eloi Marijon und andere Mediziner unter 839 Patienten in der Gegend um Portland (USA) durchführten. Ihr könnt sie hier auf Englisch nachlesen: http://annals.org/article.aspx?articleid=2478157

Das sind die vier Alarmzeichen, auf die man achten sollte:

  1. Warnzeichen: Brustschmerz (46 Prozent – vor allem Männer – klagten über Schmerzen in der Brust)
  2. Warnzeichen: Atemnot (18 Prozent konnten schlecht atmen, vor allem Frauen)
  3. Warnzeichen: Influenzasymptome (10 Prozent fühlten sich erkältet, grippal)
  4. Warnzeichen: Herzrhythmusstörungen (5 Prozent spürten ihr Herz schneller, langsamer, oder unregelmäßig schlagen und nahmen es deutlicher wahr – die medizinischen Fachbegriffe dafür sind Synkopen und Palpitationen)

Bei der Hälfte aller Patienten traten diese Warnsignale auf, aber nur 19 Prozent wählten deshalb den Notruf.

Achtet also darauf, wenn Eure Kinder ohne ersichtlichen Grund über Herzschmerzen, Atemnot oder Rhythmusstörungen klagen, obwohl sie eigentlich nicht krank sind. 

Mediziner raten, dass man lieber einmal zu oft den Notruf wählt, als einmal zu wenig. Hier noch einmal die Notrufnummer: 112.
Und wenn es zum Schlimmsten kommen sollte: Hier könnt Ihr noch einmal nachlesen, wie man richtig wiederbelebt: Wiederbelebung nach einem plötzlichen Herzstillstand von www.einlebenretten.de

Ich merke mir den Rhythmus immer mit dem Beat des Songs „Stayin´ alive“ von den Bee Gees. Er hat 100 Beats pro Minute – genauso oft sollte man auf den Brustkorb des Patienten drücken.

 

Quellen:
Ann Intern Med 2016; 164(1): 23-29
– http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/herzinfarkt/default.aspx?sid=903628&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20160229-_-KHK+%2f+Herzinfarkt
-http://www.aerzteblatt.de/archiv/63080

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *