Gesund ins neue Jahr starten
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Gesund ins neue Jahr starten

Gerade Kinder freuen sich auf das Silvesterfeuerwerk. Jedes Jahr werden dabei jedoch tausende Menschen verletzt. Wenn Ihr aber einige Sicherheitstipps beachtet, rutscht Ihr mit Eurer Familie gesund in 2016!

Etwa 60 Menschen mit leichten bis sehr schweren Handverletzungen werden an Silvester durchschnittlich in einem größeren, städtischen Krankenhaus eingeliefert. Auch Augenverletzungen, Gehörschäden oder Verbrennungen kommen hinzu. Mich selbst hat vor ein paar Jahren eine Rakete getroffen: Ein Betrunkener hat sie aus der Hand abgefeuert. Sie ist an meinem Hals explodiert, hat meine Haare und meine Jacke verbrannt. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert.

Man mag zum Feuerwerk („Brot statt Böller“, ziemliche Geldverschwendung, Luftverschmutzung oder doch ein alter Brauch, der einfach viel Spaß macht) stehen wie man will – gerade Kinder und Jugendliche lieben das Böllern. Sie schmeißen Knallerbsen, lassen Brummkreisel fliegen oder schicken Raketen in die Luft.

Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen passiert (meist) nichts und alle kommen gesund ins neue Jahr 2016:

  • Auf Qualität achten: Geprüfte und zugelassene Produkte tragen die Aufdrucke BAM-P I und BAM-P II. Kleinstfeuerwerk der Klasse P I sind weniger gefährlich. Produkte der Klasse P II dürfen nur an Erwachsene ab 18 Jahre verkauft werden.
  • Abstand halten: Lieber ein paar Meter mehr! 10 bis 15 Meter sollten es schon sein. Experten raten sogar, dass man eine Schutzbrille trägt. Auch Ohrstöpsel sind nicht schlecht.
  • Nur die Großen: Raketen oder ganze Knallbatterien sollten nur Erwachsene zünden. Raketen stellt man am besten in leere Flaschen, die in die Erde eingebuddelt sind und so nicht umfallen können. Niemals aus der Hand oder bei starkem Wind abfeuern!  Knallbatterien sollten am besten auf festem Untergrund, zum Beispiel einer geteerten Straße, angezündet werden.
  • Richtig Feuer geben: Verbrennungen vermeidet man am ehesten mit langen Zündhölzern, Feuerzeuge werden schnell heiß.
  • Blindgänger liegen lassen: Auf jeden Fall fernhalten, wenn ein Böller nicht hochgeht. Manchmal brennt die Zündschnur langsamer und der Knall kommt, wenn man direkt davor steht. Später sollten sie wieder mitgenommen werden, weil sie sonst Kinder einsammeln und noch einmal zünden könnten.
  • Wasser Marsch: Wird das Auge durch Rauch gereizt, raten Ärzte dazu es sofort gründlich auszuspülen. So verhindert man Langzeitschäden. Am besten stellt man einen Eimer Wasser oder sogar einen Feuerlöscher bereit.
  • Feuerschutz: Am besten geht man in alter, schwer entflammbarer Kleidung nach draußen – keine Synthetik, Wollpullis oder Fleece. Ich hatte bei meinem Raketenunfall damals eine glatte Winterjacke an – sie war zwar kaputt, hat aber kein Feuer gefangen. Mein selbstgestrickter Schal hingegen war total verbrannt.
  • Keinen Quatsch machen: Bei Kindern und Jugendlichen ist das der wichtigste Tipp. Knaller sollten nicht in Gullis, unter Autos oder in Briefkästen geworfen werden. Gerade bei solchem Blödsinn werden die kleinen Feuerteufel leichtsinnig und die Explosionen der Böller werden unberechenbar.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein gesundes, glückliches und wunderbares neues Jahr!

Eure Kathrin

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